Nutzfahrzeuglexikon

Abgleitkipper Siehe → Seilgerät
Abrollbehälter Transport-Wechselbehälter, welcher über Rollen und Haken vom Lkw aufgenommen und abgesetzt werden kann.
Abrollkipper Aufbau zum Aufnehmen, Kippen und Absetzen von DIN-Behältern.
Abschleppkupplungen Werden teilweise am hinteren Rahmen des Anhängers oder Sattelanhängers zur Bergung angebracht.
Absetzkipper Fahrzeugaufbauten, mit denen Absetzmulden waagerecht auf- und abgesetzt bzw. entleert werden können.
Absetzmulden Meistens Stahlbehälter, zur Sammlung und für den Transport von Schutt und sonstigen Entsorgungsmaterialien.
Achslast Bezeichnet die Belastbarkeit einer Einzelachse.
ADR Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
Albatros Bei der Aufbauart lässt sich die Seitenwand mit der dazugehörigen Dachhälfte hydraulisch öffnen und schließen. Die ganze Ladefläche ist frei zugänglich und ermöglicht somit ein schnelles Be- und Entladen des Fahrzeuges.
Alu-Kofferaufbau Ein überwiegend mit einer Aluminium-Außenhaut hergestellter geschlossener Aufbau für Lkw oder Anhänger. Heute meist in Klemmbauweise produzierte Wandelemente ohne Nieten auf den senkrechten Verbindungen. Der Heckrahmen besteht bei den meisten Bausatzherstellern aus verzinktem Stahlblech.
Aluminium-Felgen Für gängige Reifengrößen lieferbar, überwiegend zur Gewichtseinsparung.
ATP-Bescheinigung Ist für den internationalen Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln im Gültigkeitsbereich des ATP-Abkommens erforderlich. Sie bescheinigt, dass das Beförderungsmittel entsprechend der ATP-Klasse hierfür geeignet ist.
Auffahrrampe Geneigte Fläche zum Überfahren auf eine Ladefläche mit einem Rad- oder Raupenfahrzeug. Das Heben und Senken der Rampe erfolgt manuell über ein Federhebewerk oder über Hydraulikzylinder.
Auflieger Siehe → Sattelanhänger
Aufsattelhöhe Die Höhe vom Erdboden bis zur Oberkante der Sattelkupplung an der Sattelzugmaschine in unbeladenem Zustand. Die Höhen differieren von ca. 950 mm bis 1.500 mm je nach Aufliegerart und Typ. Bei Mega-Sattelanhängern muss die Sattelkupplungshöhe extrem niedrig sein, damit eine Innenhöhe von 3.000 mm erreicht wird. Zu dem Zweck müssen die Sattelzugmaschinen entsprechend konstruiert sein und mit sehr kleinem Reifendurchmesser agieren, welche hohem Verschleiß ausgesetzt sind.
Aufstellklappe Siehe → Gasfederklappe
Außenrahmen In der Regel ein gekantetes Profil mit einer Aufnahme für den Boden. Im Schwerlastbereich kommen auch U- bzw. UNP- Profile als Einfassung zum Einsatz.
Baustoffanhänger Offener Kastenanhänger - durch Maße, Gewicht und Bauweise für Baustofftransport prädestiniert.
BdF/BdF-Norm Abkürzung für Bund des deutschen Fernverkehrs; auch Normbegriff für genormtes Aufbauwechsel-System.
Begrenzungsleuchten Sind die Leuchten an den unteren Ecken von Aufbauten, welche die äußeren Konturen des Fahrzeugs im Dunkeln erkennbar machen.
Boden Belag der Ladefläche, meist aus mehrlagigen Siebdruckplatten in je nach Belastung unterschiedlichen Stärken. Im Schwerlastbereich kommen auch Hartholzbohlen oder Gitterroste zum Einsatz. Auch Aluminiumprofile oder kunststoffbeschichtete Böden finden Verwendung.
Bodenrahmen siehe → Außenrahmen
BO-Kraftkreis Beim BO-Kraftkreis handelt es sich um einen äußeren und einen inneren Ring. Innerhalb dieser Ringfläche muss sich der gesamte Lastzug bei einer Kreisfahrt bewegen.
Bordwandmagazin Unterhalb des Aufbaus befindliche Lagerungsmöglichkeit für die Bordwände. In der Regel offen mit Fächern für die einzelnen Wände.
Brunnen-Paletten Sind Paletten mit dem Maß 1.100 mm x 1.070 mm, welche ausschließlich zum Transport von Mineralwasser benutzt werden.
CC-Container Auch Dänencontainer genannt, sind Rollbehälter mit Einlegeböden zum Blumentransport. Abmessung ca. 1.350 x 565 x 1.900 mm (L x B x H).
City-Sattelanhänger Kurzer einachsiger Sattelanhänger mit Lenkung für den innerstädtischen Verteilerverkehr.
Coil-Mulde Im Fahrzeugboden eingelassene Vertiefung zur sicheren Ladungsaufnahme von Blechringen (Coils).
Container Allgemeiner Begriff für geschlossene Wechselbehälter (Schiff, Bahn, Straße).
Container-Sattelanhänger Auch Containerchassis genannt, sind Fahrzeuge, die einen oder mehrere Container gleichzeitig transportieren können.
Containerverriegelung Nach ISO-Norm gefertigte Verriegelungen in versenkbarer, klappbarer und höhenverstellbarer Ausführung.
Curtainsider Üblicher Begriff für Schiebeplanenaufbau .
Dachspriegel Querverbindungen zwischen den Seitenwänden zur Aufnahme bzw. Auflage des Daches.
Dänencontainer Siehe → CC-Container
DEKRA Deutsche Kraftfahrzeug-Prüfungsinstitution (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein).
Diagonalkreuz Ein zwischen den Längsträgern bzw. im Hilfsrahmen eingearbeitetes Verstärkungskreuz zur Stabilisierung des Rahmens. Meist aus Vierkantrohren hergestellt. Findet z.B. bei Heckkranmontagen Verwendung.
DIN-Zugöse Zugösen mit 40 mm oder 50 mm Durchmesser an Lkw-Anhängern.
Dokumentenrolle Außen am Fahrzeug angebrachtes Behältnis zum witterungsgeschützen Verstauen von Dokumenten.
Dolly-Achse Einzelne Achse mit Zugeinrichtung, welche als Hilfsachse zum Transport oder zur Aufnahme eines Sattelanhängers benutzt wird. Kann auch eine zwischengelagerte Achse zur Achslastverteilung sein.
Doppelflügeltür Zweiflügelige Hecktür mit Stangenverschluss.
Doppelstockbeladung Beladungsmöglichkeit eines Anhängers in mehreren Etagen. Auflagen sind in der Höhe verstellbar. Im Getränketransport werden zwei Paletten direkt aufeinander gestellt.
Drehschemel Das vordere Bauteil eines Anhängers, welches den Drehkranz aufnimmt und mit dem Hauptrahmen verbunden wird.
Drehschemel-Anhänger Zwei- oder mehrachsiger Anhänger mit Zuggabel und Drehschemellenkung vorne.
Dreiseiten-Kipper Anhänger oder Aufbau, welcher hydraulisch oder mit Luft nach 3 Seiten, nämlich seitlich rechts und links sowie rückwärts kippt.
Duomatik-Kupplung Schnellkupplung für Luftanschlüsse in Zwillingsbauweise.
Durchgehende Ladefläche Plattform in einer Höhe.
Durchgehender Außenholm (Dachgurt) Um Aufbauten auf ganzer Ladelänge seitlich beladen zu können, ist es erforderlich, die Mittelrunge zu entfernen bei gleichzeitig feststehendem Längsholm des Verdecks. Zu diesem Zweck sind die seitlichen Längsholme in sich verstärkt oder vorgespannt, damit das Verdeckgestell nicht durchhängt.
Durchladehöhe Gemeint ist die sowohl seitliche verfügbare Höhe von Oberkante Ladefläche bis Unterkante Verdeckgestell als auch die hintere Durchladehöhe (Häufig unterschiedlich).
Durchladesysteme Ermöglichen das Ladegut vom Anhänger durch die geöffnete Stirnwand und die geöffnete Rückwand über eine Ladebrücke hinweg in den LKW zu laden, sodass die gesamte zur Verfügung stehende Aufbaulänge von hinten durchgehend be- und auch entladen werden kann.
Durchschwenkradius hinten Bei Sattelanhängern das Maß vom Königszapfen bis vor die Rahmenkröpfung.
Durchschwenkradius vorne Bei Sattelanhängern das Maß vom Königszapfen bis zur äußeren Ecke der Stirnwand.
ECAS Elektronisch geregelte Luftfederung für Nutzfahrzeuge des Herstellers WABCO (Electronically Controlled Air Suspension).
EDSCHA siehe → Schiebeverdeck
EG-Richtlinien Allgemeiner Begriff hinter dem sich Verordnungen auf europäischer Basis im Verkehrs- und Transportwesen verstecken.
Einpresstiefe Bei Verwendung von Zwillingsrädern, Felgen, bei denen der mittlere Felgensteg (der Einsatz mit dem Lochbild) eine Wölbung hat, sodass er die Bremstrommeln umschließt.
Einsteckbretter Zur seitlichen Abstützung des Ladegutes oberhalb der Bordwände werden zwischen den Rungen des Verdeckgestells Einsteckbretter eingesetzt, aus Holz bzw. Aluminium.
Einstecktaschen Befinden sich an den Rungen von Pritschenaufbauten. Sie dienen zur Einlage von Einsteckbrettern.
Elektrohydraulische Kippvorrichtung Kippanhänger mit eigener Stromversorgung (Elektromotor und Batterie) und somit unabhängig vom Zugfahrzeug kippbar.
Eloxierte Bordwände Alternativ zum Lackieren können Bordwände auch mit einer oxidischen Schutzschicht auf Aluminium versehen werden.
Ersatzradhalterung Einrichtung zur sicheren Ersatzradaufnahme. In der Regel unterhalb des Aufbaus am Rahmen angebracht.
Ersatzradkorb Siehe → Ersatzradhalterung
Euro-Palette Internationale Bezeichnung für genormte Ladungsträger mit den Abmessungen 800 x 1.200 mm.
Eurostecker Für Europa einheitlicher 15-poliger Stromverbindungsstecker zwischen Lkw und Anhänger für 24 Volt.
EXTE-Rungen Rungen skandinavischer Herkunft für Langmaterialfahrzeuge aus hochwertigstem Stahl oder aus Aluminium.
Fahrerhaus Fahrerkabine in kurzer, mittlerer oder langer Ausführung. Bei einigen Herstellern auch als Großraumfahrerhaus lieferbar (Space-Cab etc.).
Fahrgestell Lkw oder Anhänger ohne Aufbau.
Fahrhöhe Abstand zwischen Unterkante der Längsträger und Mitte der Achse.
Fallstützen Werden an Lkw und Anhängern montiert, um den festen Stand zusätzlich zu sichern. Sind ebenfalls bei Wechselpritschen zu finden, wenn sie teleskopierbare Stützbeine haben. An Tiefladesattelanhängern mit kurzer oberer Plattform ersetzen sie die normalen Sattelstützen.
Faltverdeck Schiebeverdeck z.B. von den Herstellern Edscha oder Sesam, das sich zusammengeschoben oben faltet.
Fanghakenverriegelung Pneumatisch oder hydraulisch betätigte Einrichtungen, um Absetzbehälter beim Kippvorgang auf dem Absetzkipper zu verriegeln.
Fangseil Verbindet den Rahmen eines Kippfahrzeugs mit dem Kippaufbau. Es dient der zusätzlichen Sicherheit des Überkippens, wenn die Druckbegrenzung der Kippanlage aussetzen sollte.
Fassbiersicherung Eine speziell auf Fassbierware abgestimmte Ladungssicherung, die ein Verrutschen der Fässer auf der Palette verhindert.
Federbock Im Federbock wird die Fahrzeugfeder gelagert bzw. geführt.
Federbriden Senkrecht stehenden Bolzen bzw. gebogene Gewindestangen, welche die Federn umklammern und mit dem Achskörper fest verbinden.
Federentlastung für Bordwände Federunterstützungen am Anfang und Ende einer Bordwand, sofern das Eigengewicht derselben eine solche Federunterstützung erforderlich macht.
Federrampen-Hebewerk Federunterstützte Bedienungshilfe, die beim Heben und Senken bei Auffahrrampen benötigt wird.
Federspeicher-Feststellbremse Alternativ zur Handfeststellbremse wird bei der Federspeicher-Feststellbremse die Bremskraft durch einen Federspeicher erzeugt und mit Luftdruck wieder gelöst.
Felgen Im Anhängerbau wird zwischen Mittelstegfelgen und Felgen mit Einpresstiefe unterschieden. In Stahl oder Alu lieferbar.
Ferry-Haken An schiffsverladenen Fahrzeugen erforderliche Zurrvorrichtungen.
Fertiger geeignet Klappbarer Unterfahrschutz an Kippanhängern.
Fertigerbremse Über einen Sensor erfasstes Signal, das im Modulator durch einen bestimmten Bremsdruck das Fahrzeug einbremst und damit das Wegrollern des Aufliegers vor dem Straßenfertiger verhindert.
Festaufbau Aufbauten, die fest mit dem Fahrzeug verbunden sind im Gegensatz zu Wechselaufbauten.
Feststellbremse Handbetätigte Bremseinrichtung, um den Anhänger im abgestellten Zustand zu sichern. Ausführungen als Spindelbremse oder mit Federspeicher-Bremszylinder lieferbar.
Fischbauchträger Rahmen von Kippaufbauten, wenn sie sich zur Mitte hin keilförmig wie ein gestrecktes Trapez entwickeln. Weil in der Mitte des Aufbaus der Lastschwerpunkt ist und gleichzeitig der Angriffspunkt für den Kippzylinder, ist eine Verstärkung an dieser Stelle wichtig.
Flachspriegel Die mit sog. Null-Sprengung als Dachspriegel verwendeten Tragstege. Diese tragen entweder ein Planen-, Kunststoff- oder Aluminiumdach.
Flügeltür Drehtüren an den Seiten oder hinterem Portal auf niedriger oder ganzer Höhe.
Formschluss Beim Formschluss liegt das Ladegut direkt am Aufbau bzw. Einbauten, wie z.B. Stirnwand oder Absperrbalken an. Auch innerhalb der Ladung dürfen keine Staulücken vorhanden sein.
Fördereinrichtungen Pneumatische, mechanische oder hydraulische Entleerungssyteme von Anhängern.
freitragend Aufbau und Rahmen werden in Kompaktbauweise hergestellt. Dadurch entfällt die getrennte Herstellung von Fahrgestell und Aufbau. Im Tankfahrzeugbau üblich und auch bei Kühlsattelanhängern anzutreffen. Auch selbsttragend genannt.
Frischdienst-Aufbau Kofferaufbauten auf Lkw und Anhängern bzw. Sattelanhängern, die überwiegend Lebensmittel oder temperaturgeführte Güter im Plusbereich bei ca. 6° Celsius transportieren. Die Aufbaumaterialien sind entsprechend wärmeresistent.
Frischluftklappen Sind meistens an Kühlfahrzeugen an der Stirn- und Rückseite angebracht, um Frischluftzufuhr zu gewährleisten.
feet Englisches Längenmass, entspricht 30,48 cm. Containerlängen werden in feet (Fuß) angegeben.
Gasfederklappe Üblicherweise eine oben am Heckrahmen angebrachte Klappe, welche mit Gasfederunterstützung hochzustellen ist. Sie verschließt den über einer geschlossenen Ladebordwand verbleibenden Freiraum. Kann auch als seitliche Klappe in geschlossenen Aufbauten vorkommen.
gekröpftes Fahrgestell Fahrgestellrahmen für Jumbofahrzeuge, Tiefladeanhänger etc., bei denen der hintere Ladebereich durch die vordere Kröpfung des Fahrgestells zur Ausnutzung des Ladevolumens oder um eine niedrige Auffahrhöhe zu erreichen, tiefer gelegt wird.
Gerstenkornboden Aluminiumboden mit einer Gerstenkornprägung der häufig in temperaturgeführten Transportfahrzeugen zum Einsatz kommt.
Gesamtbreite Die nach der STVZO zulässige maximale Breite für Fahrzeuge beträgt 2.550 mm (früher 2.500 mm), bei temperaturgeführten Fahrzeugen 2.600 mm.
Gesamtgewicht Zulässiges Gesamtgewicht (z.G.G.) ist die Summe von Leergewicht und Nutzlast.
Gesamthöhe Nach der STVZO beträgt die zulässige Gesamtfahrzeughöhe 4.000 mm.
Gesamtlänge Die Länge über alles gemessen, d.h. nicht nur die Ladefläche, sondern eingeschlossen sind sämtliche hervorstehenden Bauteile von der Zuggabelspitze bis zur Hinterkante des Aufbaus. Die vom Gesetzgeber geduldete Gesamtlänge beträgt bei Einzelfahrzeugen maximal 12.000 mm, bei Zügen mit Lkw und Anhänger 18.750 mm sowie 16.500 mm bei Sattelzügen.
Gestängesteller Auf den Bremswellen sitzende Nachstelleinrichtungen, die automatisch dem Verschleiß entsprechend nachgestellt werden.
Getränke-Jumbo Volumen-Sattelanhänger für den Transport von Getränkepaletten und Fässern. Mindestens einmal gekröpft, aber auch mit einem oder zwei Tiefbetten. Ein Hubdach ist immer erforderlich. Seitliche Schiebeplanen oder Albatros-Variante (XL = 1 Tiefbett, XXL = 2 Tiefbetten).
Getränke-Container Auf dem Unterbau eines Abrollcontainers montierter geschlossener Behälter zum Transport von Getränkepaletten sowie Fässern. Überwiegend mit Seitentüren und rückwärtiger Auffahrrampe. Wird für die Belieferung von Getränke- und Supermärkten eingesetzt.
Getränke-Transportfahrzeuge Anhänger und Aufbauten, die speziell für den Getränketransport konzipiert sind. Schwenkwand-Aufbauten z.B. sind Aufbauten, bei denen sich bei Herunterklappen der unteren seitlichen Bordwandhälfte die obere Hälfte nach oben wegschiebt und somit eine schnelle Öffnung und schnelle Beladung der Fahrzeuge gewährleistet ist. Auch mit geeignetem Schienenplanensystem lieferbar.
Getreideschieber Eine Öffnung in der Heckklappe von Kippaufbauten, die durch einen Schieber geöffnet oder geschlossen werden kann. Das Getreide kann dadurch auf ein Förderband kippen, wobei die Heckklappe geschlossen bleibt.
GGVS Abkürzung für "Gefahrgutverordnung Straße".
Glatte Wände Häufig in Angeboten zu findende Formulierung für glattes Aufbaumaterial, wie beispielsweise Plywood oder Vollkunststoff bei Kofferfahrzeugen aber auch bei Kippfahrzeugen, vor allem bei Kippmulden.
Gliederzug Aus Lkw und Drehschemelanhänger bestehende Lastzüge, im Gegensatz zum Sattelzug.
Grundausstattung Ausstattung eines Anhängers oder Sattelanhängers in der Basisversion, also ohne jegliche Extras.
Gurte Meistens Spanngurte zur Ladungssicherung.
Hakengerät Siehe → Abrollkipper
Hakenhöhe Die genormte Höhe des Hakens bei Abrollkippern. Die Hakenhöhe nach DIN beträgt 1.570 mm.
Hals (Längsträger) Mit diesem Begriff ist die vordere Verjüngung des oder der Längsträger bei Sattelanhängern oder Anhängern gemeint, wie sie bei derartigen Fahrzeugen üblich ist. Bedeutung gewonnen hat dieser Begriff in letzter Zeit deshalb immer mehr, weil durch das Aufkommen der Jumbo- und Großraumanhänger, die Bauhöhe dieses Trägerhalses auf die Ladeinnenhöhe unmittelbar Einfluss hat.
Hamburger Verdeck In den Speicherstätten des Hamburger Hafens wurde dieses Verdeckgestell in den dreißiger Jahren kreiert. Es hat die Form eines Hausdaches, jedoch mit leichteren seitlichen Gefällen, fünf Längsbäumen und diversen Querspriegeln. Es ist nach wie vor Grundlage für die heutigen Verdeckgestelle, die aber mit so genannten O-Sprengungen, also ebenen Dächern gebaut werden. Mit dem Aufkommen der Schiebeverdeckgestelle gerieten Hamburger Verdecke immer mehr in den Hintergrund.
handhydraulisch Handpumpen im Anhängerbereich, u.a. für Auffahrrampen von Tiefladern, Verriegelungszylinder usw. Sie werden handhydraulisch betätigt. Erwähnenswert ist der handhydraulische Kippanhänger in kleinen Tonnagen, der heute noch üblich, in großen Gewichtsklassen hingegen nicht mehr denkbar ist.
Handpumpe Verwendung bei verschiedenen hydraulischen Systemen, z.B. bei leichten Kippeinrichtungen.
Hauptrahmen Sind die beiden Längsträger eines Fahrgestells, bei Rollbehälteranhängern können es jedoch auch die äußeren Trag- und Fahrschienen gleichzeitig sein. Es handelt sich in diesen Fällen um einen außenliegenden Hauptrahmen.
Hebe- und Senkeinrichtung Ermöglicht die Aufnahme und das Absetzen von Wechselbehältern. Die Luftbälge sind mit entsprechendem Hubvolumen ausgestattet. Zusätzlich ermöglicht die Hebevorrichtung noch die Anpassung an die jeweilige Rampenhöhe und bei Tiefladern einen flachen Auffahrwinkel. Die Vorrichtung setzt eine Luftfederung voraus.
Hebehilfe für Bordwände Siehe → Federentlastung für Bordwände
Heckbündig Container-Fahrgestelle, die hinten mit dem aufgesetzten Container bündig abschließen, also keine überstehenden Bauteile mehr haben, sodass man mit diesen Fahrzeugen auch rückwärts an Rampen bündig heranfahren kann.
Heckmontage Fällt immer dann an, wenn ein Lkw oder Sattelanhänger mit einem Heckkran ausgerüstet wird.
Hecktür Ein- oder mehrflügelige Tür der Laderaumrückseite. Meistens an geschlossenen Aufbauten. Bei Kofferfahrzeugen in der Regel, bei Pritschenfahrzeugen gelegentlich, ist die hintere Be-und Entladetür über die gesamte Höhe und gesamte Breite an einem umlaufenden Heckrahmen angeschlagen.
Hinterkipper Sind Kippfahrzeuge, welche ausschließlich nach hinten kippen können.
hochabkippbar Eigenschaft von Absetzkippern, die in der Lage sind, Behälter vom Erdboden oder von anderen Fahrzeugen aufzunehmen, hochzuliften und die Ladung in einen hochstehenden Behälter zu kippen. Für Umladungen nützlich.
Hochlader PKW-Anhänger, bei denen die Räder unter der Ladefläche laufen. Dadurch kann eine durchgängige Ladefläche ohne störende Radkästen entstehen.
Höhenschwerpunkt Der unter Berücksichtigung der Maße und Gewichte berechnete Gewichtspunkt eines Fahrzeugs. Je tiefer der Schwerpunkt, je besser die Straßenlage.
Höhenverstellbare Zugeinrichtung Bei Zentralachsanhängern im Lkw-Bereich ist die Zugeinrichtung häufig höhenverstellbar, d.h. auf die Anhängerkupplung des ziehenden Fahrzeuges der Höhe nach einstellbar, damit der Anhänger im angekuppelten Zustand eine waagerechte Position erhält. Diese Verstelleinrichtungen können mechanisch oder handhydraulisch sein.
Holzboden Üblicherweise verwendeter Boden in Nutzfahrzeugen aus sogenannten Siebdruckplatten. Das sind mehrschichtige gelagerte Hölzer von hoher Druckfestigkeit und niedrigen Verschleiß. Bei Tiefladefahrzeugen werden Holzhobeldielen aus sehr stabilen und teuren Harthölzern verwendet.
Hubdach Verwendung bei Volumenfahrzeugen, um bei seitlicher Beladung die ganze Ladehöhe ausnutzen zu können und nach der Beladung das Dach wieder abzulassen, sodass eine Gesamthöhe von 4.000 mm eingehalten werden kann.
Hubhöhe Das Hubvolumen von Luftfederungen bei Wechselfahrgestellen, um möglichst alle Abstellhöhen von Wechselbehältern zu erreichen. Wird auch in der Tieflader-Tiefbetthydraulik oder bei Zwischenladeböden und anderen Einsatzgebieten angewendet.
Hubkraft (Ladebordwände) Angabe in Kilogramm, die bei Ladebordwänden benutzt wird.
Hubkraft (Ladekrane) Die maximale Hubkapazität von Ladekranen wird in KNm angegeben und definiert damit die Größe des Kranes. Die genaue Tragkraft wird unter Angabe der Ausladung in Meter und Kilogramm angegeben.
Hubodometer Kilometerzähler, die an Anhängerachsen auf der Nabe montiert sind. Vorwiegend bei Mietfahrzeugen zu finden.
Hydraulik Signal-, Kraft- oder Energieübertragung über Pumpen, Ventile und Zylinder mittels Flüssigkeit (Hydrauliköl).
Hydraulikpumpe Bauteil u.a. bei Kippern und Kranen, welches die Förderleistung bestimmt. In der Regel am Nebenantrieb des Lkw montiert.
Industrie-Paletten Die meisten Frachten werden heute auf genormten Paletten verladen. Industrie-Paletten haben ein Grundmaß von 1.000 x 1.200 mm.
Innenbackenbremsen Bremsbacken an Anhängerachsen werden so genannt, weil sie innerhalb der Bremstrommeln liegen.
Innenbeleuchtung Üblich in geschlossenen Aufbauten, wie Möbel- und Lebensmitteltransportfahrzeugen.
Innenverkleidung Innere Auskleidung unterschiedlicher Art (Sperrholz, Filz, Kunststoff, Zinkblech) in geschlossenen Kofferfahrzeugen.
Isolierdach Wird bei Lebensmitteltransportfahrzeugen, die empfindliches Ladegut wie Schokolade o.ä. transportieren eingesetzt, damit eine Strahlenschutzisolierung von oben gegeben ist. Die Isolierung kann aus Styropor oder dünnen Sandwich-Elementen bestehen.
Isotherm-Aufbau Kunststoffbauten für den Tiefkühltransport. Der Begriff findet aber auch Anwendung bei Aufbauten für Transporte um den Gefrierpunkt.
Joloda Schienen Siehe → Laufschienen
Jumbo-Anhänger Anhänger mit größtmöglichem Laderauminhalt.
K-Wert Gibt die Wärmedurchgangsgröße bei Kühlfahrzeugaufbauten an. Sollte nach ATP besser sein als 0,4W/m²k.
Kältevorhang Kunststoffvorhang vor der Rückwand von Kühlfahrzeugen, der beim Öffnen der Türen das schnelle Entweichen der Kaltluft mindert.
kardanisch aufgehängt Kippzylinder sind im Fahrzeugrahmen, wenn es sich um 3-Seitenkipper handelt, kardanisch (Lagerung in zwei sich schneidenden zueinander rechtwinkligen Drehlagern) aufgehängt, wodurch ein Kippen nach allen Seiten ermöglicht wird.
Kilometerzähler Siehe → Hubodometer
Kinnegrip Hersteller von Teilungsrungen in unterschiedlichen Ausführungen für Aufbauten.
Kipp-Anhänger Anhänger mit Aufbauten, die über hand-, motor- oder elektrohydraulich betriebene Kippanlagen verfügen, womit die Ladefläche schräg gestellt werden kann, um die Ladung nach ein, zwei oder drei Seiten abrutschen zu lassen.
Kippbrücke Über einen Kippmechanismus mit dem Fahrgestell des Trägerfahrzeuges verbundene Ladefläche, die durch Betätigung dieses Mechanismus schräg gestellt werden kann und somit eine Entladung durch absichtliches Herunterrutschen des Ladegutes von der Ladefläche bewirkt.
Kipplager Bauteile, in welche die Kippbrücke sich einlegt bzw. gehalten wird. Heute vielfach als Kugelpfanne ausgebildet mit Polyamidverschleißeinlage.
Kippmulden Aufbauten, die ausschließlich nach hinten kippen und durch besonders stabile Bauweise für grobes Ladegut geeignet sind.
Kippvorrichtungen Vorrichtungen, mit denen Kippaufbauten betätigt werden.
Kippwelle Am Heck von Hinterkippanhängern oder Kippsattelanhängern befindliche querliegende Welle, die als Drehlager für den Kippvorgang nach hinten dient.
Kippwinkel Die in Gradzahl gemessene Steigung, in welche ein Kippaufbau gebracht werden kann. Bei Hinterkippern bis zu ca. 50°, bei Seitenkippern bis zu 45°.
Kippzylinder Mittels der Kippzylinder werden die Kippbrücken entweder mittig unterhalb beim 2-oder 3-Seitenkipper oder frontal beim Rückwärtskipper betätigt. Man unterscheidet zwischen Hochdruck- und Niederdruck-Zylindern. In den meisten Fällen handelt es sich um mehrstufige Zylinder, welche beim 3-Seitenkipper kardanisch aufgehängt sind.
Klappbrett Einsteckbrett zur seitlichen Ladungssicherung, welches sich mittels beweglicher Aufnahme um 90 Grad drehen lässt, um eine formschlüssige Ladungssicherung zu ermöglichen. Speziell für Fahrzeuge zum Brunnenpalettentransport erforderlich.
Klapprungen Mittel- oder Eckrungen, die zur besserer Beladung des Fahrzeugs durch einen unteren Drehmechanismus abgeklappt werden können.
Klapptritt Befindet sich meistens in der Bordwand-Innenseite und dient dem leichteren Aufstieg auf die Ladefläche.
Klappwandaufbau Andere Bezeichnung für Schwenkwandaufbau.
Klemmbauweise Bauweise bei Aluminium-Kofferaufbauten, bei der die seitlichen Felder eingeklemmt werden, sodass die Außenfläche völlig glatt bleibt. Es ist nur eine äußere Fuge erkennbar. Gegenüber der Nietbauweise aufwendigere Herstellung.
Koffer-Anhänger Pkw- oder Lkw-Anhänger mit einem geschlossenen Aufbau für unterschiedliche Transportbereiche. Aufbaumaterialien Aluminium, Kunststoff, Plywood oder Stahl.
Kombi-Anhänger Anhänger im Entsorgungsbereich, die sowohl Absetz- als auch Rollbehältermulden transportieren können.
Konturmarkierungen Selbstklebende Reflexfolien nach ECE 104, welche die Umrisse eines Fahrzeuges bei Dunkelheit kenntlich machen.
Königszapfen Befindet sich vorn unter einem Sattelauflieger und ist die Zug- und Drehverbindung zwischen Sattelzugmaschine und Sattelauflieger; international genormte 2" Bolzen bzw. 3,5" Bolzen (im Schwerlastbereich).
Krane Werden im gesamten Nutzfahrzeugbereich vielfältig verwendet. Sie dienen der Be- und Entladung oder werden bei Montage- und Servicearbeiten eingesetzt.
Krangabel Gestell mit 2 Gabelzinken zum Anheben von Palettenwaren.
Kreisfahrt Siehe → BO-Kraftkreis
Kröpfung siehe → Fahrgestell, gekröpft
Kugelkopfkupplung Mit dieser Kupplungsart, welche sich an Pkws und Leicht-Lkw befindet, werden Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 t gezogen.
Kühlfahrzeuge Hiermit sind im allgemeinen Lkw und Anhänger mit isolierten Aufbauten gemeint, welche im Minusbereich Ware transportieren können.
Kühlgeräte Sind an Kühltransportfahrzeugen anzutreffen und befinden sich meistens oben vor der Stirnwand oder unterhalb der Fahrzeuge, überwiegend dieselbetrieben wegen der Unabhängigkeit vom Stromnetz während der Fahrt, jedoch vielfach auch kombiniert mit Diesel und Strom.
Lackierung Wird bei Anhängern und Aufliegern heute vorwiegend aus 2-Komponenten-Acrylfarben hergestellt.
Ladeboden Siehe → Boden
Ladebordwand Am Ende der Ladeflächen angebrachte klappbare, zum Boden hin absenkbare Bordwand aus Stahl oder Aluminium. Sie wird bordeigen elektrohydraulisch angetrieben und dient der schnelleren Be-und Entladung. Auch unterfaltbar lieferbar, d.h. die Ladebordwand behindert nicht den freien Zugang zu den hinteren Doppelflügeltüren, sondern wird unter die Ladefläche gefaltet und bei Bedarf in Funktionsstellung entfaltet.
Ladebreite i.L. Die nutzbare Ladebreite zwischen den Bordwänden bzw. Rungen.
Ladeflächen-Verbreiterung Sind hauptsächlich an Tiefladeanhängern und Sattelanhängern zu finden, welche bei dem Transport überbreiter Baumaschinen benutzt werden, um die Auflagefläche für diese Maschinen zu verbreitern. Verbreiterung ist bis 3.000 mm Gesamtbreite üblich und wird im offenen Außenrahmen ausgeklappt. Genehmigungspflichtig.
Ladehöhe i.L. Höhe von Oberkante Ladeboden bis Unterkante Dach eines Fahrzeuges.
Ladelänge i.L. Die insgesamt zur Verfügung stehende Innenlänge des Laderaums.
Ladevolumen Volumen des Laderaums von Lkw- und Anhängeraufbauten. Das Ladevolumen spielt insbesondere bei Jumbo-Lastzügen eine bedeutende Rolle, weil einige Verlader nach Volumen bezahlen.
Ladungssicherungs-Systeme Vorrichtungen, die dazu dienen, die Ladung zu sichern, um den Vorschriften nach VDI 2700 und DIN EN 12642 sowie den UVV-Richtlinien zu genügen.
Ladungssicherungszertifikat Ladungssicherungszertifikate nach DIN EN 12642 bescheinigen die Aufbaufestigkeit. Der Aufbau an sich kann bei Formschluss ohne zusätzliche Zurrmittel die Ladungssicherheit übernehmen.
Lasthalteventil Sicherheitsventil, das bei öldruckbetätigten Einrichtungen wie Kippern oder Kranen das unbeabsichtigte Bewegen der Geräte verhindert. Es ist nur durch einen hydraulischen Vorsteuerdruck zu entriegeln.
Lastverteilung Siehe → Nutzlastschwerpunkt
Laufschienen Parallell verlaufende, u-förmige Bahnen in Fahrzeugböden, in denen Transportbehälter zur schnellen Be- und Entladung sicher geführt aufgesetzt werden können.
Leergewicht Eigengewicht oder die Eigenmasse des Lkw oder Anhängers.
Leichtmetallhohlprofil Aluminium-Strangpressprofil, das zur Gewichtsersparnis bei der Herstellung von Bordwänden verwendet wird.
Lenkachsen Achsen an Lkw oder Anhängern, die entweder reibungs- oder zwangsgelenkt sind.
Lenkkranz Mithilfe des Lenkkranzes werden drehschemelgelenkte Anhänger lenkfähig. Lenkkränze bestehen aus zwei Hälften mit einer Kugellagerung innen.
Lenkung Lenksysteme, die an Anhängern und Aufliegern eingesetzt werden. Es können hydraulisch verdrängergelenkte, achsschenkelgelenkte, stangengelenkte oder hydrostatisch gelenkte Einrichtungen sein.
Lichtband Quer eingearbeitete teil- oder ganzflächige, lichtdurchlässige Bahnen in den Planendächern von Pritschenaufbauten oder Dächern von geschlossenen Aufbauten, um den Laderaum zu erhellen.
Lichte Maße Sämtliche Innenmaße von Aufbauten und Anhängern werden als lichte Maße bezeichnet.
Lippendichtungen Dichtungselemente, die vorwiegend an Kühlfahrzeugen im Türbereich zur Verwendung kommen und durch Mehrfachprofilierung für große Dichte sorgen.
Lochschienen In vielfältiger Ausführung erhältlich, häufig bei Kofferfahrzeugen, die ihr Ladegut mittels Sperrstangen arretieren. Die Lochleisten befinden sich an den Seitenwänden oder auf dem Ladeboden und unter dem Dach längslaufend, sodass in jeder Lage das Ladegut mit Teleskopstangen gesichert werden kann.
Lochwandsystem Seitenwände, die mit Kleidertrageeinrichtungen ausgestattet sind. Es handelt sich um durchgängige Lochbilder, sodass die Kleiderstangen in möglichst vielen Positionen arretiert werden können.
Luftfederbälge Bauteil einer luftgefederten Achse. Sie sind das eigentliche Federelement. Sie bestehen aus hochwertigem Gummi und gibt es sowohl als gerade durchgehende Bälge als auch als Ringbälge.
Luftbehälter Vorratsbehälter sowohl für Druckluft-Bremsanlagen, als auch für Luftfederungen. Hergestellt aus Stahl oder Aluminium. Größeneinheiten in Liter.
Lüfter In Trennwänden von Kühlfahrzeugen anzutreffen. Werden häufig thermostatisch gesteuert.
Luftfederung Luftfedern sind bei heutigen Nutzfahrzeugen die am häufigsten verwendeten Federelemente. Sie ersetzen die früher üblichen Parabel- bzw. Vielblattfedern, denen gegenüber Luftfedern weicher und verschleißärmer sind. Luftfederungen sind material- und ladegutschonend. Bei Wechselverkehrsfahrzeugen sind sie erforderlich, weil über die Luftfederungen die Fahrgestelle für die Durchführung des Wechselvorgangs angehoben und gesenkt werden.
Luftkanal Befindet sich unter dem Dach von temperaturgeführten Fahrzeugen in flexibler oder fester Bauweise, um die Luftzufuhr gezielt zu kanalisieren.
Luftzirkulationswand Im Stirnwandbereich von Kühlsattelaufliegern befinden sich diese Abstandshalter. Sie schützen den Verdampfer und stellen durch den abgeschirmten Luftraum die Zirkulation des Verdampfers sicher.
Maulkupplungen Anhängerkupplungen an Lkw, die für die Mitführung eines Anhängers benötigt werden. Sie haben ein seitlich schwenkbares Fangmaul zur besseren Einführung der Zugeinrichtung des Anhängers.
Mega-Sattelanhänger Jumbo-Sattelanhänger mit maximalem Ladevolumen mit sehr niedrigem vorderem Rahmenhals. Jedoch nur mit entsprechend niedrigen Sattelzugmaschinen wirkungsvoll einzusetzen.
Membranzylinder Im Gegensatz zu früheren Kolbenzylindern sind bei Bremsen heute hauptsächlich Membranzylinder im Einsatz. Vorteilhaft sind der geringere Platzbedarf und das geringere Gewicht.
Mitlaufende Wand In Schubbodenfahrzeugen befindliche, häufig als zweite Stirnwand dienende Trennwand, die bei Fahrzeugentleerungen unterstützend wirkt, indem sie den Schubelementen auf dem Fahrzeugboden folgt und somit für eine saubere restlose Entleerung des Fahrzeugs sorgt.
Mittelrunge Mittlere seitliche Teilung bei einem Pritschenaufbau.
Mitnehmstapler Für den Transport an Lkw bzw. Anhänger geeignete Spezialstapler, die spezielle Aufnahmevorrichtungen am Fahrzeug erfordern.
Motorhydraulische Kippvorrichtung Die Mehrzahl der ölbetriebenen Kippeinrichtungen in Anhängern und Kippsattelaufliegern wird über einen motorhydraulischen Antrieb vom Lkw aus betrieben. Die Kippgeschwindigkeit wird durch Abstimmung der begrenzten Motordrehzahl und der Größe der Hydraulikpumpe bestimmt.
Nachlauflenkachse Die Nachlauflenkachse hat Achsschenkel und nutzt die Reibung zwischen Rad und Fahrbahn, um bei Vorwärtsfahrt zu lenken. Bei Rückwärtsfahrt muss sie gesperrt werden. Sie kann keine Seitenkräfte aufnehmen und deshalb nur zusammen mit mindestens einer Starrachse eingesetzt werden.
Nachtparktafel Fahrzeugkennzeichnung, die hilft, das parkende Fahrzeug im Dunkeln für die anderen Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen. Parkwarntafeln müssen auf der dem Verkehr zugewandten Seite des Fahrzeuges oder Zuges so angebracht werden, dass sie mit dem Umriss des Fahrzeuges, Zuges oder der Ladung abschließen. Wirksame Teile der Parkwarntafeln dürfen nur bei parkenden Fahrzeugen sichtbar sein.
Niederdruckanlage Kipphydraulikanlagen, die mit ca. 130 bar arbeiten, im Gegensatz zu Hochdruckanlagen, die bis zu 250 bar Leistung erbringen.
normal gekuppelte(r) Anhänger Anhänger, die mit einer normalen Zuggabel mit dem Lkw auf Kupplungshöhe von 750 bis 850 mm Höhe mit normaler Zugöse 40 mm Durchmesser verbunden sind, d.h. keine Kurz- oder Tiefkupplung.
Normanschlag Bei Wechselfahrgestellen nach BDF-Norm befindet sich vorn ein klappbarer und senkrecht hochstellbarer Anschlag, welcher die Normlänge der jeweiligen Wechselaufbauten mit 7150, 7450 und 7820 mm Länge begrenzt
Nut und Feder Früher wurden die Bretter von Holzbordwänden ineinander gesteckt. Hierzu wurden in die Bretter eine Nut gefräst und an das Gegenbrett auf ganzer Länge eine Nase gefräst. Durch Ineinanderstecken erhielt man von innen und außen eine dichte, glatte Fläche. Heute wird bei Aluminiumprofilen ähnlich verfahren, und zwar im Stecksystem, um glatte und dichte Flächen zu erhalten. Auch bei Fahrzeugböden wurde früher wegen der Dichtigkeit mit Bohlen mit Nut und Feder gearbeitet. Heute durch Siebdruckplattenverwendung nicht mehr erforderlich.
Nutzlast Ist die verbleibende zulässige Tragfähigkeit eines Fahrzeuges, wenn man von dem Gesamtgewicht das Leergewicht abzieht.
Nutzlastschwerpunkt Im Nutzlastschwerpunkt wird bei Ausnutzung der maximalen Nutzlast weder die zulässige Vorderachslast/Sattellast noch die zulässige Hinterachslast überschritten. Normalerweise liegt der Nutzlastschwerpunkt in der Mitte des Aufbaus, ist dies nicht der Fall (z.B. bei Tiefladern), wird der Nutzlastschwerpunkt gekennzeichnet.
Obere Ladefläche Ladefläche oberhalb der Sattelkupplung bei gekröpften Sattelanhängern.
Obergurtprofil Obere, umlaufende Profilabschlußleiste zur Stabilisierung an Kippaufbauten.
Omega-Profile Längsverlaufende Metallprofile in Fahrzeugböden, in die die längslaufenden Holzprofile eingelegt werden.
Palettenstellfläche Maßgebliche Größe zur Bemessung des Laderaums, wenn überwiegend palettierte Ware verladen wird. Paletten gibt es z.B. als Euro-Paletten mit den Abmessungen 800 mm x 1.200 mm oder als Industrie-Paletten mit den Abmessungen 1.000 mm x 1.200 mm.
Palettenanschlag Aufkantung oder aufgeschweißtes Flacheisen seitlich auf dem Außenrahmen. Es dient als Anschlag bei der Beladung und verhindert das Verrutschen der Paletten von der Ladefläche.
Palettenbreite Um Euro-Paletten von 800 mm x 1.200 mm optimal und rationell transportieren zu können, bedarf es einer Innenbreite des Fahrzeuges von mindestens 2.420 mm. Üblich sind heute 2.470 mm. Aufgrund der Gesamtaußenbreite von 2.550 mm ist genügend Spielraum für den Palettentransport vorhanden.
Paletten-Kipper Kippanhänger, mit Palettenbreiten innen von 2.420 - 2.470 mm.
Palettenstaukasten Unter Anhängern und Sattelanhängern finden wir häufig geschlossene oder halb geschlossene Kästen, in denen die Leerpaletten mitgenommen werden können.
Panikverschluss Siehe → Personenverschluss
Parabelfederung Anhänger und Auflieger hatten früher eine Vielblatt-Trapezfeder. Diese wird heute durch Ein-, Zwei- oder Dreiblatt-Parabelfedern ersetzt. Parabelfedern verjüngen sich zu ihren Enden hin, so dass bei Leerfahrt eine weiche Abfederung gewährleistet ist. Zum Achskörper hin verstärkt sich die Parabel, um in diesem Bereich höhere Lasten aufnehmen zu können.
Park-Warntafel Siehe → Nachtparktafel
Pendelwände Seitenwände, die beim Kippvorgang nach Lösen einer unteren Zentralverriegelung automatisch öffnen und das Ladegut freigeben.
Personenverschluss Verschluss einer Heck- oder Seitentür, der sowohl von außen als auch von innen durch einen Handgriff zu öffnen ist. Der Panikverschluss bietet zusätzlich die Möglichkeit auch bei abgeschlossener Heck- oder Seitentür diese ohne Schlüssel von innen zu öffnen.
Planen Für Anhänger und Sattelanhänger mit Verdeckgestellen kommen überwiegend PVC-Planen zum Einsatz. Es handelt sich um ein Polyester-Trägergewebe aus Trevira mit einem Gewicht zwischen 650 g und 850 g pro Quadratmeter. Diese Planen sind kältebeständig bis -40 Grad, wärmebeständig für 24 Stunden bis 70 Grad, schwer entflammbar und strapazierfähig. Es gibt sie in fast allen gängigen Farben.
Planösenprofil Seitlich und hinten in den Bordwänden zurückliegendes Profil in dem sich die Plankrampen befinden. Das Profil springt nach innen ein, damit die außen aufgesetzten Plankrampen die Gesamtbreite und somit auch die Innenbreite des Fahrzeugs nicht vermindert.
Plattform Gerade, ebene Ladefläche von Aufbauten, Anhängern oder Sattelanhängern. Häufig sind Fahrzeuge ohne jegliche Zusatz-Aufbauten gemeint.
Plywood Aufbaumaterial für Kofferaufbauten, das einen Holzkern hat, der innen und außen mit Kunststoff beschichtet ist. Es ist wärmeresistent, stabil und leicht zu lackieren.
Pneumatische Verriegelungen Verriegelung von Rollbehältern in diversen Ausführungen.
Polrad Teil und wichtige Vorraussetzung für ABS-abgebremste Achsen.
Polyamideinlagen An Verschleißteilen, welche früher in Stahlbuchsen gelagert waren, finden wir heute überwiegend Polyamidkunststoffeinlagen. Sie sind geräuscharm und wartungsfrei.
Positionsleuchten Befinden sich an den Stirn- bzw. Rückwänden oben.
Pritschen-Anhänger Anhänger, die mit Bordwänden oder auch mit einem Verdeckgestell ausgerüstet sind.
Prüfbücher In Prüfbücher werden Ergebnisse regelmäßiger technischer Untersuchungen eingetragen. Sie werden bei Sicherheitsprüfungen (SP), Ladekran-, Ladungssicherungs- und Ladebordwanduntersuchungen benötigt.
Querträger Im Karosserie- und Fahrzeugbau sind Querträger Bauteile, durch die die Längsträger gesteckt bzw. angeschweißt werden und der Aufnahme des Aufbaus dienen.
Quertraversen Mittlere Verbindungsträger zwischen den Lkw-Längsträgern.
Quertrennwand In Kühlfahrzeugen, um diese Aufbauten in verschiedene Kühlzonen zu unterteilen.
Radbolzen Auch Radmuttern genannt, schaffen eine feste Verbindung zwischen dem Rad und der auf der Nabe beweglich gelagerten Scheibe.
Radkasten Über den Reifen befindliche Aussparung im Ladeboden um eine niedrigere Ladehöhe zu erreichen. Abdeckung meistens aus Stahlblech.
Radlager Wesentlicher Bestandteil der Achslagerung. Sorgt für richtigen Sitz und ausgewogenen Rundlauf der Räder.
Radmulden Tiefladeanhänger oder Sattelanhänger, die sehr hohe Spezialfahrzeuge transportieren, haben im Außenrahmen Vertiefungen (Radmulden), die annähernd bis zum Erdboden reichen, um durch diese Absenkung zusätzliche Höhe zu gewinnen.
Rahmen Chassis oder Fahrgestell eines Anhängers bzw. eines Lkw.
Rammschutzpuffer Befinden sich meistens an der Heckseite von Aufbauten und Anhängern und dienen dem Schutz des Aufbaus beim Andocken an Rampen.
Rampe Verladeeinrichtung zur Überwindung von Höhenunterschieden, vorwiegend Auffahrrampen an Tiefladefahrzeugen.
Rampenanpassung Versetzen Fahrzeuge durch Luftfederung mit Hebe- und Senkvorrichtungen in die Lage ihre Ladekante der Rampenhöhe anzugleichen, um eine bessere Beladung durchführen zu können.
Rampenhöhe Nicht einheitlich, jedoch an Lagerhäusern meistens ca. 1.200 mm.
Rampenspitze Der Teil von Auffahrrampen, der auf dem Erdboden aufliegt und spitz gearbeitet ist, damit ein glattes Auffahren auf die Rampen möglich ist. In diesem Bereich sind Rampen besonders verstärkt.
Reibungsgelenkt Lenkart, die auf Adhäsion zwischen Straße und Reifen beruht. Reibungsgelenkte Achsen sind meistens achsschenkelgelenkt (auch Nachlauflenkachse genannt).
Reifen Erklärung der Reifenbezeichnungen: z.B. 175/70 R 13 T : 175 mm Reifenbreite, 70 = Die Flankenhöhe beträgt 70% der Reifenbreite, R = Radialreifen (Gürtelreifen), 13 = ist der Innendurchmesser in Zoll, T = der Geschwindigkeitsindex, steht für zulässige Höchstgeschwindigkeit. Tubeless= schlauchlose Bereifung.
Rollbahnen Innerhalb des Bodens von Pritschen- oder Kofferfahrzeugen können von vorn bis hinten mehrere versenkbare Längsrollbahnen montiert werden. Zur Beladung werden die Rollbahnen hochgestellt, sodass hinten aufgesetztes Ladegut, sofern sich die Unterfläche dazu eignet, oder palettenähnliche Behälter aufgesetzt und nach vorn gerollt werden können. Dies ermöglicht eine sehr schnelle Be- und Entladung. Rollbahnen werden häufig bei Fahrzeugen verwendet, die in der Flugzeugbeladung tätig sind, weil sich in Flugzeugen das Verladungssystem mit Rollbahnen dieser Art fortsetzt.
Rollbehälter Bezeichnung für Entsorgungs-Stahlmulden, welche über Außen- oder Innenrollen mit Hakengeräten auf die entsprechenden Transportfahrzeuge gezogen werden bzw. von diesen Transportfahrzeugen auf Anhängerfahrgestelle abgesetzt und in ihre Ruhestellung gerollt werden.
Rollkran-Sattelanhänger Sattelanhänger mit Führungsschienen in Längsrichtung zum Bewegen eines selbstfahrenden Ladekranes mit eigenem Antrieb.
Rollplane Seitliche oder hintere Planen an Pritschen- oder Kofferfahrzeugen (häufig beim Getränketransport eingesetzt), die wie ein Rollo bedient werden und funktionieren. Hierdurch ist eine schnelle Öffnung der Ladefläche gewährleistet. Auch Kippfahrzeuge haben zur Abdeckung der Ladefläche gelegentlich Rollplanen, die von einem vorderen Bedienstand seitlich aufgerollt werden können. Diese Rollplanen liegen flach über den seitlichen Bordwänden und sind durch Mittelstreben gegen Durchhängen gesichert.
Rolltor Werden häufig statt Hecktüren in Fahrzeugaufbauten eingebaut. Außer dem schnellen Öffnen und Schließen sind sie raumsparend und können auch beim Heckrampeneinsatz zu jeder Zeit geöffnet und verschlossen werden. Häufig anzutreffen bei Fahrzeugen, welche im Paketdienst verkehren.
Rückwandverriegelung Durch eine Gestängetechnik an Kippfahrzeugen öffnen sich Verschlussklauen zu Beginn eines Kippvorgangs und legen sich nach dessen Beendigung wieder gegen die Rückwand.
Rungen Seitliche, senkrechte Teilungen von Aufbauten. Rungen können fest, steckbar oder klappbar sein.
Sandstrahlung Metalle werden durch Sandstrahlen vorbehandelt, um eine bessere Oberfläche für die Haftung der Lackierung zu schaffen. Heute wird überwiegend mit Stahlkörnern gestrahlt (stahlkorngestrahlt).
Sandwich-Material Die Deckschichten bestehen aus PVC, GFK oder Metall, dazwischen der Isolierschaum mit den Anforderungen entsprechender Stärke.
Sattelanhänger Transportfahrzeuge, die nur hinten mit einer oder mehreren Achsen ausgestattet sind und vorne mit dem Königszapfen und einer Sattelplatte auf der Sattelzugmaschine aufliegen. Maximale Gesamtlastzuglänge eines Sattelzuges: 16.500 mm.
Satteldruck Vertikaler Druck, der durch einen Sattelanhänger in dem Bereich, in dem er auf die Sattelzugmaschine aufgelegt wird, auf die Sattelkupplung der Sattelzugmaschine wirkt, in Tonnen gemessen.
Sattelkupplung Befindet sich auf Sattelzugmaschinen; ist das Gegenstück zum Königszapfen des Sattelaufliegers, welcher in der Sattelkupplung arretiert wird.
Sattelkupplungshöhe Siehe → Aufsattelhöhe
Sattelplatte Platte, an welcher der Königszapfen des Sattelanhängers am Rahmen angeschraubt wird.
Sattelstützen Um einen Sattelauflieger ohne Zugmaschine abstellen zu können, bedarf es Stützvorrichtungen kurz hinter dem Hals. Diese Stützen sind mit einem Kurbelwerk versehen, können jedoch auch klappbar sein für Sattelauflieger, welche bahnverladbar sind.
Scheibenbremsen Zurzeit die am häufigsten verwendeten Bremsen an Anhängerachsen.
Scheuerleisten Befinden sich in Koffer- oder Pritschenaufbauten am unteren Ende der Seitenwände. Sie dienen dem Schutz der Seitenwand bei Beladung des Aufbaues mit Hubwagen.
Schiebeboden Auch Schubbodenentleerung genannt. Hier wird durch parallel verschiebbare Panelle auf ganzer Fahrzeuglänge eine Bewegung erzeugt, welche das Ladegut automatisch Stück für Stück nach hinten befördert. Man nennt diese Entleerung auch walking floor oder cargo floor. Auch fernbedienbar möglich. Dort wo kippen nicht möglich ist, bietet sich dieses Entleerungssystem an. Kann umgekehrt auch zum Beladen genutzt werden. Für Stückgut und Schüttgut geeignet.
Schiebeleiter Befindet sich häufig am Heck von Wechselaufbauten oder Fahrzeugen mit hoher Ladekante. Die Leiter ist herausziehbar und dient dem leichteren Aufstieg auf den Aufbau.
Schieberungen Die seitlichen Rungen von Anhängern und Aufliegern sind in diesem Fall oben am Verdeckgestell so installiert, das sie seitenverschiebbar sind, um eine seitliche Beladung mit längeren Ladegütern ungehindert durchführen zu können.
Schiebetüren Für die seitliche Beladung von Kofferfahrzeugen. Bei Schiebetüraufbauten ist immer nur eine Hälfte zur Beladung geöffnet.
Schiebeverdeck Verdeckgestelle, die von vorn nach hinten oder von hinten nach vorn über die gesamte Ladelänge wie eine Ziehharmonika aufgeschoben werden können. Sie laufen auf seitlichen Führungsschienen (z.B. Edscha und Sesam).
Schlitten-Anhänger Anhänger zum Transport von Rollenbehältern. Die Behälter werden hinten auf das Anhängerfahrgestell in einen Schlitten aufgesetzt und damit wird der Behälter nach vorn geschoben und dann arretiert. Mit dieser Konstruktion verbindet man Gewichtsvorteile, weil die Längsträger gleichzeitig über den Schlitten die Belastung aufnehmen und seitliche Rollbahnen überflüssig machen.
Schmutzfänger Hängen unterhalb der Kotflügel und verhindern das Hinausschleudern des Fahrbahnschmutzes auf die nachfolgenden Fahrzeuge.
Schnellkupplung Hydraulische Anschlußkupplungen zwischen Lkw und Anhänger.
Schrägrollenlagerachsen Alle gängigen Achsen für Anhänger werden heute so bezeichnet und konzipiert, da nur konische Lager bei der Herstellung zum Einsatz kommen. Sie garantieren einen guten und leichten Lauf.
Schraubkupplung An hydraulischen Verbindungsleitungen zwischen Lkw und Anhängern befinden sich Schraubkupplungen.
Schütte Blechschürze an Kippanhängern und Kippsattelanhängern am Ende des Fahrzeuges, die bewirkt, dass beim Rückwärtskippen das Kippgut mit gehöriger Distanz vom Fahrzeug entfernt abrutschen kann. Die Schütte wird in ganzer Fahrzeugbreite eingerichtet.
Schutzgasschweißen Das heute übliche Schweißverfahren gegenüber dem Elektrodenschweißen. Hierbei wird kontinuierlich Draht von einer Rolle zugeführt und das Schweißgut von einem Schutzgas umhüllt.
Schwanenhals Gekröpfte Rahmen an Sattelanhängern, um hinter der Kröpfung ein niedriges Ladebett zu erhalten. Auch bei Volumenfahrzeugen ist diese Bauweise üblich.
Schwenkwand-Aufbau Aufbauvariante im Getränketransportbereich, jedoch auch in anderen Bereichen inzwischen begehrt. Beim Öffnen der unteren Hälfte der seitlichen Bordwand öffnet sich auch die obere Seitenwandhälfte und legt sich unter bzw. über das Dach, sodass die seitlich geöffnete Ladefläche zum Beladen zur Verfügung steht. Vorteil: schnelle Be- und Entladung durch schnelle Öffnung sowie saubere Werbeflächen.
Seilgerät Begriff aus dem Bereich der Entsorgungsfahrzeuge. Gemeint ist hier ein Wechselgerät, das Behälter über einen Seilzug aufnehmen kann.
Seitenausschub Ein- oder beidseitige Vorrichtung zur Verbreiterung der Ladefläche. Die Bedienung erfolgt in der Regel manuell bzw. hydraulisch.
Seitenmarkierungsleuchten Sind gemäß StVZO an Fahrzeugen ab 6.000 mm Fahrzeuglänge erforderlich.
Seitenwände Üblicherweise abklappbare Bordwände aus Leichtmetall-Hohlprofilen.
Seitliche Schiebeplane Auch Curtainsider genannt, finden wir immer häufiger bei Anhängern und Sattelanhängern, um eine schnellere seitliche Öffnung und Schließung zu erreichen. Diese Schiebeplanen werden vorn oder hinten mit einer Spannrolle gestrafft und mit Gurten unterhalb des Außenrahmens zusätzlich befestigt.
Seitlicher Anfahrschutz Seitliche Schutzeinrichtung vor den Hinterachsen von Fahrzeugen, die Fußgänger und Radfahrer vorm Überrollen der Räder schützen soll.
Selbsttragend Aufbauten und Karosserien, die auf ein zusätzliches Chassis verzichten können, sind selbsttragend, weil sie konstruktionsbedingt in sich selbst tragend sind. Inbegriff für diese Bezeichnung ist der Setra-Omnibus, hier steht Setra für sebsttragend.
Sicherheitsprüfung (SP) Nach § 29 StVZO vorgeschriebene Sicht-, Wirkungs- und Funktionsprüfungen bei Nutzfahrzeugen.
Sicken Gibt es in vielfältiger Form. Man kennt gesickte Außenbeplankung von Kofferaufbauten, hier soll die Sickung der Wand Stabilität bringen. Es gibt Sicken innerhalb der Seitenwände innen, in welche Arretierungselemente eingesetzt werden können und zwar so, dass die ganze Innenbreite zur Verfügung bleibt.
Siebdruckplatten Ein beliebter und bewährter Holzbodenbelag für Anhänger und Aufbauten. Es handelt sich um ein mehrschichtig gefertigtes, druckfestes Material mit rutschfester Oberfläche.
Sondergenehmigungen Erlaubnisse, die für Fahrzeuge benötigt werden, die sich mit ihren Maßen und Gewichten ausserhalb der allgemein verbindlichen StVZO bewegen.
Spannverschlüsse Seitlich unten an Schiebeplanen angebrachte Gurte mit Verschlüssen aus V2A-Stahl, die zum Festspannen der Seitenplanen am Außenrahmen benutzt werden.
Spantenmulde Seitliche Profilierung von Sattel-Kippaufliegern und Kippaufbauten auf Kippanhängern. Seitlich auf die glatte Metallfläche aufgesetzte Schräg- oder Senkrecht-U-Profile zur Verstärkung der Seitenwände.
Sperrbalken Ladungs-Sicherungsstangen, die quer zur Fahrtrichtung in dafür seitlich im Aufbau vorhandenen Schienen arretiert werden.
Sperrholz (Innenverkleidung) Ist überwiegend in Aluminium-Kofferaufbauten anzutreffen; dient dem Schutz des Ladegutes und der Außenwände.
Spoiler Windabweis-Vorrichtungen an Lkw.
Spriegel Bestandteil von Verdeckgestellen. Querverbindungen zwischen den Rungen oder den Dachgurten.
Spurweite Abstand zwischen den beiden Radaufstandspunkten einer Achse. Besteht eine Doppelbereifung, wird jeweils von der Mitte der Zwillingsreifen gemessen.
Stahlbordwände Preiswerte, jedoch schwerere Alternative zu Aluminiumbordwänden. Im Schwerkippereinsatz sind Stahlbordwände durchaus vorteilhaft. Zusätzlich werden diese Bordwände noch mit Profilleisten verstärkt.
Stahlchassis Chassis-Fahrgestelle für Anhänger werden fast ausschließlich aus Feinkornstahl mit hoher Festigkeit und geringerem Eigengewicht hergestellt. Alternativ gibt es -vorwiegend aus Gewichtsgründen- Aluminium-Fahrgestelle.
Stahlmulden Werden für schwerste Transporteinsätze von grobem Baumaterial oder Abraum eingesetzt. Mulden, die ausschließlich nach hinten kippen und sich durch seitlich aufgesetzte Stahlprofile optisch von anderen Aufbauten unterscheiden.
Stangenlenkung Vorwiegend bei Sattelaufliegern anzutreffen. Über einen mechanischen Lenkimpulsgeber im Bereich des Königszapfens werden über Stangen zu den Hinterachsen, die drehkranzgelenkt sind, die Hinterachsen entsprechend dem vorderen Lenkeinschlag mitgelenkt. Problemlose Lenkung bei Vor- und Rückwärtsfahrt, die keine mechanischen oder pneumatischen Sperren benötigt.
Staplerschutz Am Außenrahmen von Aufbauten unterhalb der Bordwände befindliches Stahl-, Alu-, Kunststoff- oder Gummiprofil, das Beschädigungen bei abgeklappten Bordwänden durch Staplerbeladungen verhindern soll.
Staplertaschen An Wechselaufbauten und Containern befinden sich mittig unterhalb des Aufbaus quer durchgehende rechteckige, offene Tunnel, in welche die Zinken eines Gabelstaplers hineinfahren können, um den Aufbau bzw. Container per Stapler sicher zu transportieren.
Starrdeichsel-Anhänger Anhänger mit starrer Zugdeichsel, wodurch ein Teil des Gesamtgewichts vertikal auf das Zugfahrzeug übertragen wird. Diese Last wird als → Stützlast bezeichnet und darf maximal 15% des Gesamtgewichts oder 2.000 kg bei Starrdeichselanhängern betragen.
Staukasten Bei Tiefladeanhängern befindet sich häufig vorn oberhalb der Vorderachse in einer Versenkung ein Staukasten, in welchem diverse Werkzeuge, Ketten, und sonstiges Hilfsmaterial mitgenommen werden können.
Steckrungen Können zur seitlichen Teilung von Bordwänden oder zur Ladungssicherung eingesetzt werden.
Stirnwand Vordere Begrenzung der Ladefläche bei Anhängern und Aufbauten. Meistens höher als die Seitenwände, gelegentlich auch klappbar für die Durchladung zum Lkw.
Streifenvorhang An den Türöffnungen von Kühlfahrzeugen innen vor der Tür befindliche Kunststoffstreifenvorhänge, um beim Öffnen der Türen das Entweichen der Kaltluft zu verhindern. Bei Textilfahrzeugen gibt es ebenfalls Vorhänge, damit die Ware bei geöffneten Türen nicht verschmutzt.
Stützbeine Abstützungen an Wechselaufbauten, teilweise teleskopierbar und in Drehlagern gelagert. Können unter den Aufbau geschoben werden.
Stützlast Die Last, die durch die Zugöse auf die Kupplung des ziehenden Fahrzeugs drückt. Maximal zulässig sind 15% des Gesamtgewichts oder 2.000 kg bei Starrdeichselanhängern bzw. 10% des Gesamtgewichts oder 1.000 kg bei Zentralachsanhängern.
StVZO Abkürzung für Straßenverkehrszulassungsordnung.
Systemlänge Die Gesamtlänge eines Lastzuges ohne Fahrerhaus. Sie darf gemäß Verordnung von der Vorderkante des Lkw-Aufbaus bis zur Hinterkante des Anhängers 16.400 mm nicht überschreiten.
teleskopierbar Eigenschaft von Anhänger- und Sattelanhängerfahrgestellen, die in sich auseinanderziehbar bzw. zusammenschiebbar sind, um die Ladelänge zu verändern.
teleskopierbare Zuggabel Zuggabeln, die im vorderen Bereich ein um 6 x 100 mm verstellbares Zugrohr haben. Hiermit kann die erlaubte Gesamtfahrzeuglänge eingestellt werden.
Temperaturgeführte Güter Transportgüter, die in Tank-, Silo- oder Kofferfahrzeugen mit Hilfe von Kühlungen oder Heizungen mit einer möglichst konstanten Temperatur transportiert werden.
Temperaturschreiber Befinden sich häufig an Kühlfahrzeugen, damit die Temperatur während des Transports permanent kontrolliert werden kann. Wird auch als Nachweis bei etwaigen Reklamationen am Ladegut verwendet.
Thermowand Lose, nicht mit den Kühlaufbauten verbundene Trennwände, die bewirken, dass nur der benötigte Laderaumbereich gekühlt wird.
Tiefbett Niedrig gelegene Ladebetten zwischen den Vorderachsen und hinteren Achsen an Tiefladeanhängern oder Sattelaufliegern, mit denen niedrigste Ladehöhen erreicht werden können. Gelegentlich auch mit hydraulischem Hubbett, um vorübergehend höhere Ladehöhen zu erreichen. Im beladenen Zustand wird das Tiefbett auf niedrigstes Niveau abgesenkt.
tiefgekuppelt Anhänger, bei denen die Zugeinrichtungen niedriger als normal (ca. 750 - 850 mm) gekuppelt werden. Auch Zugeinrichtungen, die weit unter den Lkw, bis hinter die Hinterachse ragen (tief- und zugleich untergekuppelt). Diese Varianten dienen dazu, den Abstand zwischen Lkw-Aufbau und Anhänger-Aufbau so gering wie möglich zu halten, weil durch die Tiefkupplung der Drehpunkt verlagert wird. Man erreicht auf diese Weise längere Ladeflächen bei Einhaltung der zulässigen Gesamt-Lastzuglänge.
Tiefkühl-Fahrzeuge Kofferfahrzeuge zum Transport von Tiefkühlkost mit Temperaturen von bis zu ca. minus 30° Celsius.
Tieflade-Anhänger Anhänger mit niedriger Ladehöhe. Meistens sind Tieflader mit Auffahrrampen zum Transport von Baugeräten gemeint.
Tieflade-Kippanhänger Kippanhänger, die so niedrig sind, dass sie auch als Tieflader eingesetzt werden können. Meistens als Zentralachsanhänger gebaut.
Tiefladerachsen Speziell für Fahrzeuge mit niedriger Ladehöhe gebaute Achsen in sehr niedriger Bauhöhe. In der Regel zwillingsbereift.
Tragfähigkeit Mit Hilfe einer Tabelle kann die zulässige Höchstlast je Reifen in Kilogramm (Tragfähigkeitsindex, auch Lastindex) bei maximalem Luftdruck und definierter Geschwindigkeit ermittelt werden.
Tragkraft Maximale Last einer Hebebühne im Lastschwerpunkt.
Traglager für Stützbeine An Wechselaufbauten befindliche Lager für die Stützbeine, die im abgestellten Zustand den Aufbau inklusive Ladung tragen.
Trennwände In Kühlfahrzeugen, um unterschiedliche Klimazonen zu schaffen.
Trockenfracht-Aufbau Kofferaufbauten mit leichter Isolierung, die hauptsächlich Lebensmittel oder empfindliche Güter transportieren.
TÜV Abkürzung für Technischer Überwachungsverein.
Twist-Lock Englisch für → Containerverriegelung.
Überbreitenkennzeichen In der Regel 423 x 423 mm große Warntafeln mit je 100 mm breiten, im Winkel von 45° nach unten verlaufenden, roten und weißen Streifen zur Kenntlichmachung des Umrisses von Fahrzeugen, Ladungen oder hinausragenden Teilen, soweit das zulässige Breitenmaß für Fahrzeuge nach §32 Abs.1 Nr. 3 StVZO überschritten wird.
Umrißleuchten Leuchten an den oberen Ecken von Aufbauten, um die Konturen des Fahrzeuges im Dunkeln erkennen zu können.
Unterfahrschutz Nach §32b StVZO vorgeschriebene Vorrichtung, die verhindern soll, dass Pkw bei Auffahrunfällen unter den Aufbau geraten. An Kippsattelanhängern für den Strassenfertigereinsatz klappbar.
Unterflurkühlgerät Zur maximalen Raumausnutzung an Kühlanhängern oder bei hohen Lkw-Fahrerhäusern unterhalb des Aufbaus anstatt an der Stirnseite angebrachte Kühlgeräte.
Unterlegkeile Nach §41 StVZO vorgeschrieben, um abgestellte Anhänger gegen Wegrollen abzusichern.
UVV Abkürzung für Unfall-Verhütungs-Vorschriften.
V-Zuggabel Zugeinrichtungen an Anhängern, die im Gegensatz zu Zugrohren aus den beiden Längsträgern nach vorn zu einem V ausgebildet sind.
Veiling-Container Rollbehälter für Blumentransporte mit Einlegeboden. Abmessung: ca. 1300 x 1040 mm.
Verbindungsleitungen Als Wendel- und Elektroflex für Luft- und Stromverbindungen.
Verdeckgestell Rohr- und Lattengestelle unterschiedlicher Bauweise, die mit Planen überzogen werden, z.B. → Hamburger Verdeckgestell.
Verschleißbleche An den Innenwänden von Kippsattelaufliegern im hinteren Bereich befindliche Bleche, die das schnelle Durchscheuern der Seitenwände beim Kippvorgang verhindern sollen. Auf den Fahrzeugböden können sich ebenfalls zusätzliche Verschleißbleche befinden.
Verschleißboden Auch Doppelboden genannt. Meistens aus dünnen Schichtholzplatten. Werden nach Verschleiß ausgetauscht, ohne den Unterboden erneuern zu müssen.
Verwindungssteif Fahrgestelle und Rahmen von Fahrzeugen, die überwiegend im Kipper- und Kranbereich eingesetzt werden, müssen einen stabilen verwindungssteifen Rahmen haben, damit diese Fahrzeuge bei ihrer Nutzung in unwegsamen Gelände mit extremen Querbelastungen nicht verwinden. Den Ausgleich müssen hauptsächlich die Achsaggregate und Dämpfungseinrichtungen übernehmen.
Vollkunststoff Aufbauten, bei denen auf metallische Verbindungen verzichtet wird. Die äußeren Winkeleinfassungen bzw. der Heckrahmen, also Teile, die keine Verbindung nach innen haben, können jedoch aus V2A oder Aluminium sein.
Volumen-Fahrzeug Lkw, Anhänger oder Sattelanhänger mit niedrigsten Ladehöhen unter Ausnutzung der Gesamthöhe und der maximalen Gesamtlänge. Siehe auch → Jumbo-Anhänger.
Volumen-Mulde Aufbauten von Kippsattelaufliegern mit einem Volumen von 35 bis ca. 70 m³.
Wärmebrücke Entsteht, wenn zwischen Außen- und Innenraum bei geschlossenen Kofferaufbauten Metallteile von außen nach innen verwendet wurden und somit einen ungehinderten Wärmedurchgang ermöglichen.
Warntafeln Am Heck und seitlich von Fahrzeugen befindliche Tafeln, die nach → GGVS bzw. → ADR auf Gefahrstofftransporte hinweisen.
wartungsarm In Gummi, PVC oder Keramik gelagerte Bau- oder Drehteile, bei denen auf Schmierungen mit Fett verzichtet werden kann.
Wasserabläufe Befinden sich vorn oder hinten im Boden von Kühlfahrzeugen zur Ableitung von Kondens- und Reinigungswasser.
Wasser-Paletten Siehe → Brunnen-Paletten
Wasserwaage Zusatzausstattung in Kippfahrzeugen, insbesondere großen Kippsilos, damit die waagerechte Standposition beim Kippvorgang erkannt wird.
Wechsel-Koffer Kofferaufbauten nach BDF- und EN-Norm in 7.150 mm, 7.450 mm und 7.820 mm Länge außen. Verschiedene Abstellhöhen von 1.000 mm bis 1.320 mm sind denkbar. Verriegelung nach EN-Norm passend für alle gängigen Wechselfahrgestelle.
Wechsel-Pritschen Wechselaufbauten mit Plane und Spiegel in den Längen 7.150 mm, 7.450 mm, 7.820 mm, ebenfalls nach BDF- und EN-Norm gebaut mit verschiedenen Abstellhöhen von 1.000 mm bis 1.320 mm passend zu den gängigen Wechselfahrgestellen.
Werkzeugkasten Verschließbarer Staukasten aus Kunststoff, verzinktem Stahlblech, Aluminium oder Edelstahl. In unterschiedlichsten Größen und Varianten lieferbar.
Wingliner Beim Wingliner-Aufbausystem werden eine oder beide Seitenwände hydraulisch geöffnet und können durch eine Längsteilung gefaltet auf dem Dach abgelegt werden.
Zentralachs-Anhänger → Starrdeichsel-Anhänger, mit zwei oder drei in der Mitte, dicht hintereinander montierten Achsen. Sofern die Achsen bis zu einem Meter auseinander stehen, gilt ein Anhänger mit dieser Achspaarung nach dem Gesetzgeber als Einachs-Anhänger, bei einem Abstand von mehr als einem Meter als Zweiachs-Anhänger.
Zentralverriegelungen Sind Vorrichtungen an Kipp-Anhängern, mit denen man von vorn oder hinten, in jedem Fall von außen durch einen zentralen Hebelverschluß die seitlichen oder hinteren Bordwände öffnen kann, so dass dieselben beim Kippvorgang automatisch aufpendeln.
Zentrierrollen Auf Wechselfahrgestellen befinden sich vorn und hinten im Querabstand von 600 mm außen Führungsrollen, welche für die sichere und zentriergerechte Aufnahme von Wechselaufbauten nötig sind.
Zugeinrichtung Vordere Zugöse bzw. Zuggabel oder Zugrohr, durch die Anhänger mit Lkw verbunden werden.
Zuggabel Zugverbindung zwischen Lkw und Anhänger in Dreiecksform, hinten drehbar gelagert, vorn mit Zugöse, oft in sich teleskopierbar und gelegentlich für niedrige Fahrzeuge gekröpft.
Zugmaschinenausrüstung Ausrüstungsgegenstände, die erforderlich sind, um mit Sattelzugmaschinen Sattelanhänger zu ziehen. Zugmaschinen werden ohne diese Ausrüstung angeboten und gegen Mehrpreis entsprechend ausgestattet. Zu diesen Ausstattungsgegenständen gehören Sattelkupplungen, entsprechende Kotflügel für Hinterachsen und ggf. besonders positionierte Hydraulikanlagen, Licht- und Luftanschlüsse.
Zugrohr Vorwiegend an Zentralachs-Anhängern als vordere Zugeinrichtung, auch in der Länge teleskopierbar. Gelegentlich in der Höhe verstellbar.
Zurrbügel Befinden sich im Außenrahmen von Tieflade-Anhängern zum Festzurren des Ladegutes.
Zurrleisten In Kofferaufbauten an den Seitenwänden befindliche - mitunter mehrreihige - Leisten, an denen das Transportgut festgebunden oder mit Sperrstangen gesichert werden kann.
Zurrösen Befinden sich vorwiegend innerhalb der Ladefläche, seitlich entlang der Bordwände, klapp- oder versenkbar im Außenrahmen oder Boden eingelassen. Heute zur Ladegutsicherung vorgeschrieben.
Zurrstäbchen Auch Zurrleiste oder Anbindeleiste genannt, sind in Möbel-Kofferaufbauten an den Seitenwänden und dienen der Festzurrung des Ladegutes.
Zurrwinden Ladungssicherungseinrichtungen mit Seilen unterhalb des Außenrahmens.
Zwangslenkung Vorrichtungen an Anhänger- oder Sattelanhängerachsen, welche durch Gestänge oder hydraulisch den Lenkvorgang auslösen.
Zwei-Seiten-Kipper Mit Luftdruck- oder Öldruckkippanlagen ausgestattete Aufbauten und Anhänger, die nur nach rechts und links kippen können.
Zweigang-Sattelstützen Sattelstützen von Sattelanhängern mit Drehgetrieben mit Last- und Schnellgang.
Zweikomponenten-Lackierung Lackierungen mit Acryl- Lacken, die sich durch große Oberflächenhärte auszeichnen.
Zweileitungsbremse Heute übliche Leitungszuführung der Druckluft zwischen Lkw und Anhänger. Eine Leitung dient dem Nachfüllen mit Luft, die andere dem Bremssignal.
Zwillingsbereifung Ausstattung mit vier Rädern je Achse, bei Tieflade-Fahrzeugen und Jumbo-Fahrzeugen, weil nur mit dieser Bereifung niedrigste Ladehöhen zu erreichen sind. Spezial-Fahrzeuge oder Export-Fahrzeuge sind aufgrund besonderer Umstände in seltenen Fällen noch mit Zwillingsbereifung ausgestattet.
Zwischentisch Verschiebbare Ladungsauflage bzw. ein Bodensegment bei Teleskopsattel-Anhängern als Zwischenauflage, wenn Ladungen mit großen Spannweiten transportiert werden. Durch den Zwischentisch ist eine mittlere Abstützung des Ladegutes möglich.