Ladungssicherung bei Nutzfahrzeugen

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Ladung zu sichern ist; wie und womit sagt er nicht. Die Normen und Regeln der Technik beschreiben die grundsätzlichen und die besonderen Methoden der Ladungssicherung. Die Entscheidung darüber, welche Maßnahmen im Einzelfall tatsächlich getroffen werden, trifft jedoch der Anwender und das ist oft nicht leicht.

 

Die einfachste und schnellste Art der Ladungssicherung besteht darin, ein Fahrzeug zu beladen, den Fahrzeugaufbau zu schließen und ohne zusätzliche Maßnahmen die Ladung sicher zu transportieren. Allerdings liegen dabei die tägliche Praxis und die gesetzliche Anforderung oft weit auseinander. Nur ein ausreichend stabiler Fahrzeugaufbau ist bei einer formschlüssigen Beladung des Fahrzeugs in der Lage, die Ladung ausreichend zu sichern. Das bedeutet, dass die Stirnwand, die Rückwand und die Seitenwände in der Lage sein müssen, die Kräfte aufzunehmen, die durch die Ladung z.B. bei einer Vollbremsung oder einem starken Ausweichmanöver eingeleitet werden. Hinweise darauf, wie die Ladung zu sichern ist, gibt die DIN EN 12642.

Die DIN EN 12642 ist eine Prüfnorm für alle Arten von Fahrzeugaufbauten. Für die verstärkten Aufbauten gemäß Code XL gibt sie folgende Mindestbelastbarkeiten vor:

Stirnwand: 50% der Nutzlast

Rückwand: 30% der Nutzlast

Seitenwand: 40% der Nutzlast

 

Für Aufbauten, welche die Anforderungen dieser Norm erfüllen, wird durch den Fahrzeugbauer eine Bestätigung (Zertifikat) über die Belastbarkeit des Aufbaus und die Bedingungen zur Ladungssicherung ausgestellt.