Sattelauflieger mit Rollkran

Mit einem breiten Angebot von Systemlösungen für den Ladungsumschlag verbessern wir die Effizienz der Warenverteilung. Unser Lieferprogramm hält die richtige Lösung für jedes nur denkbare Transportproblem bereit.

Maßgefertigte Lkw-Aufbauten und Anhänger werden ergänzt durch die verschiedensten Be- und Entladesysteme. Dazu gehören Lkw-Ladekrane, Wechselgeräte und Mitnehmstapler - alles mit einem umfassenden Leistungsspektrum. Als einer der ältesten Partner von Hiab mit seinen Produktlinien HIAB, Multilift, Moffett, Jonsered und Loglift kann die Schröder Fahrzeugtechnik auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. Wir bieten unseren Kunden die optimale Lösung für ihren mobilen Ladungsumschlag an, passend für ihr spezielles Anforderungsprofil, ausgearbeitet von unseren Fachleuten.

Die Programmvielfalt im Baustoffhandel verlangt heutzutage wahre Spezialisten für die Auslieferung ihrer Güter. Parkettböden oder Teppiche wollen sauber und geschützt zum Kunden gebracht werden. Auch Hobeldielen und Rigipsplatten werden besser in geschlossenen Aufbauten transportiert. Langholz verlangt wiederum einen offenen Rungenaufbau, während Steinpakete und Dachziegeltransporte besondere Vorschriften in Bezug auf ihre Ladungssicherung erfüllen müssen.

Verstärkt wird aktuell auch auf rutschfeste Fahrzeugböden geachtet.

Um die aufwändige Sicherung der Ladung zu vereinfachen, werden neben Siebdruck-, Holz- oder Gitterrostböden auch rutschhemmende Böden verbaut. Mit Kunststoffbeschichtungen wird eine ungewollte Verschiebung der Ladung verhindert.

Die mittlerweile verschärften gesetzlichen Auflagen haben uns in den letzten Jahren bewogen, eine Reihe von Maßnahmen und Entwicklungen bezüglich der Sicherheit und Stabilität im Baustofftransport zu ergreifen. Dazu gehört insbesondere der Multiloch-Außenrahmen für offene Baustoff-Pritschen mit Zurrpunkten im Abstand von 150 mm. Keine Palette kann hier den Zurrpunkt verstellen, weil die Löcher für den Zurrgurt seitlich angebracht sind. Neu ist unsere mittig eingebaute Kombi-Zurrschiene. Damit können auch Teilladungen optimal gesichert werden.

Die Wirtschaftlichkeit im Streckentransport wird von hoher Nutzlast und schneller Entladung bestimmt. In der Regel bewegen sich diese Fahrzeugkombinationen bei einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Je mehr Nutzlast, desto besser.

Bei der Lieferung ist der Fahrer oft auf sich allein gestellt und die Kundschaft erwartet heute einen Service, der über normale Maßstäbe hinausgeht. Gefordert wird ein selbstständiges Abladen, keine Beschädigung der Ware, schnelles Handling und mehr Flexibilität. Wir arbeiten kontinuierlich mit unseren Kunden zusammen, um neue Transportlösungen zu entwickeln. Das Ziel ist immer eine höhere Effektivität, mehr Nutzlast, Zuverlässigkeit und ein wirtschaftlicherer Einsatz. Dieser Transportsektor umfasst überwiegend den klassischen Gliederzug aus 3-Achs-Lkw mit 2-Achs-Anhänger sowie den 3-Achs-Sattelanhänger. Lkw-Krane ermöglichen Ihnen das Be- und Entladen aller erdenklichen Materialien – egal ob groß oder klein, schwer oder leicht. Verschiedenste Anbaugeräte stehen dafür auf Wunsch zur Verfügung.

Eine Alternative zum Ladekran ist der Mitnehmstapler, der am Heck des Sattel- oder Gliederzuges mitgeführt werden kann, ohne dass wertvoller Laderaum verloren geht. Mitnehmstapler erlauben dem Fahrer bis zu drei Tonnen schwere Baustoffe dort abzuladen und abzusetzen wo sie benötigt werden – unabhängig von den Geländebedingungen.

 

Rollkran-Sattelanhänger

Der Rollkran-Sattelanhänger hat sich durch die Entwicklung neuer Krane in Größenordnungen von 8 bis 40 m/to zu einem universellen Arbeitsgerät entwickelt. War bisher überwiegend der Baustofftransport sein Betätigungsfeld, haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von weiteren Einsatzmöglichkeiten ergeben. Dabei bleibt sein großer Vorteil die flexible und wirtschaftliche Verwendung von Kran und Sattelanhänger. Durch die Beweglichkeit auf der Ladefläche ist der Rollkran in der Lage unterschiedlichste Güter zu laden und auf Grund seiner Nähe zur Last immer optimal zu nutzen. Sind es Steinpakete, Container, Rohre, schwere Betonteile oder zwölf Meter lange Autobahnschwellen – für jegliche Ladung ist er einsetzbar. Falls erforderlich, ist der Kran in kurzer Zeit vom Sattelanhänger abgenommen und die gesamte Nutzlast und Ladefläche steht zur Verfügung. Die in der Regel zwangsgelenkten Sattelanhänger ermöglichen ein Rangieren auf engstem Raum und sind in Kombination mit dem Rollkran eines der schnellsten Transportmittel.

Die Vorteile der Mobilität:

  • Da der Rollkran sich immer nah an seiner Ladung bewegt, kann er in seiner Tragfähigkeit um einiges kleiner gewählt werden, als ein fest montierter Kran.
  • Auf dem Kranfahrwerk ist ein schallgedämpfter 2-Zylinder-Hatz-Diesel montiert, der für den hydraulischen Antrieb sorgt. Dieser liegt im Kraftstoffverbrauch wesentlich günstiger als die Sattelzugmaschine.
  • Für das Zugfahrzeug entfällt jegliche hydraulische Ausstattung. Es wird kein Nebenantrieb, Pumpe, Öltank usw. benötigt. Dadurch sparen Sie an Gewicht und beim Ausfall des Lkw ist ein Ersatz leichter zu beschaffen.
  • Der Bediener kann seinen Kran mit Hilfe der Funkfernsteuerung oder vom Hochsitz aus steuern, sodass er jederzeit einen hervorragenden Überblick auf den gesamten Arbeitsbereich hat.
  • Hat der Lkw-Fahrer im Baustellenbereich Traktionsprobleme, kann er den Kran in den Bereich seiner Antriebsachse bewegen, um sich dann mit erhöhtem Grip aus seiner misslichen Lage zu befreien.

 

Ladungssicherungs-Zertifikate nach DIN EN 12642 Code XL

Unsere Baustofftransport-Aufbauten wurden von der DEKRA auf ihre Stabilität hinsichtlich verrutschender Ladung geprüft. Die Tests beschäftigten sich mit dem kompletten Aufbau, immer kipp- und formstabile Ladung vorausgesetzt. So wurden Stirnwand, Seitenwände und Rückwand genauso überprüft, wie Rungen, Verriegelungen und Zurrpunkte. Die Stirnwand vom Rollkran-Sattelanhänger musste beispielsweise einem Druck von 13.500 kg, entsprechend einer Nutzlast von 27.000 kg, ohne bleibende Verformungen widerstehen. Alle Tests wurden mit Erfolg abgeschlossen. Somit ist Schröder in der Lage, sein komplettes Programm für Baustofftransporte, vom Lkw-Aufbau über den Anhänger bis hin zum Rollkran-Sattel mit Zertifikat auszuliefern.

 

Arbeitsgeräte

Wechselgeräte und Ladekrane sind universell einsetzbare Helfer für eine Vielzahl von Aufgaben.

Hakengeräte und Absetzkipper sind mit ihren austauschbaren Ladungsträgern bestens geeignet, unterschiedlichste Waren, wie beispielsweise Schüttgüter, Bauschutt oder auch Baumaschinen in schnellen Ladezyklen zu bewegen. Das Aufnehmen, Absetzen oder Abkippen der genormten Transportbehälter ist in wenigen Minuten erledigt.

Ladekrane werden nicht nur auf Lkw oder Anhängern montiert: Auch im stationären Ladungsumschlag oder auf Schiffen sind sie unentbehrlich. Durch eine Vielzahl von Anbaugeräten, wie Seilwinde, Zusatzknickarm, Greifer oder Erdbohrschnecke können die Betätigungsfelder beliebig erweitert werden.

Typische Einsatzgebiete:

  • Umschlag von Bau- und Wohncontainern
  • Richtarbeiten in Zimmereibetrieben
  • Stahl- und Hallenbau
  • Montage von Fassadenelementen und Glasscheiben
  • Im Tiefbau auf Allrad-Fahrzeugen oder Unimogs
  • Ladungsumschlag in der Schifffahrt
  • Zeltbetriebe
  • Schausteller

 

Kipper und Kran

Die Kombination von Lkw mit Kippaufbau und Kran ergibt ein Allzweckfahrzeug mit den vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten im Baugewerbe - eigentlich unentbehrlich und für alles zu gebrauchen.

Im Tiefbau ist dieser Lkw häufig als Zugfahrzeug mit Tieflader für die Einrichtung von Baustellen im Einsatz. Die erforderlichen Geräte samt Maschinen und Baucontainern werden mit diesen Fahrzeugen zur Baustelle gebracht und die Baustellenlogistik abgesichert.

Auch im Hochbau ist der LKW mit Kippaufbau und Kran unverzichtbar. Straßenbauämter erledigen mit ihm alle Wartungs- und Aufräumarbeiten und im Baustoffhandel werden damit überwiegend kombinierte Ladungen wie Schüttgut und palettierte Waren transportiert.

Durch verschiedenste Zusatzausrüstungen am Kran wie Zweischalengreifer, Palettengabel, Seilwinde etc. kann sein Einsatz noch flexibler gestaltet werden.

 

Innovativ aus Tradition

Seit der Gründung im Jahre 1946 hat unser Unternehmen mit neuen Entwicklungen und Produkten immer wieder für Verbesserungen im Transportwesen gesorgt. Beginnend mit landwirtschaftlichen Anhängern entwickelte sich das Produktionsprogramm stetig. Es entstanden Kippsattel mit Stahlmulden oder 3-Seiten-Kippaufbauten, Siloauflieger, isolierte Kühlaufbauten und bereits in den 60er Jahren wurden erste Rollkrane gefertigt. Aus einem Hatz-Diesel und einem HIAB-Ladekran Typ 174 entwickelte Schröder mit selbstgebautem Fahrwerk den ersten auf der Ladefläche beweglichen Kran.

 


 

Entscheidungshilfen

Der Kran muss zum Fahrzeug passen

Sie benötigen einen Lkw mit Ladekran? Kein Problem! Die Auswahl an Basisfahrzeugen und Kranen ist riesig und es stehen überall kompetente Fahrzeugbauer zur Verfügung, die eine fachgerechte Montage gewährleisten. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Praxis sieht allerdings anders aus.

Vor allem Kunden, die nur über wenig oder sogar gar keine Erfahrungen mit Ladekranen verfügen, tappen schnell in eine der vielen Investitions-Fallen. Häufigster Fehler: Es wird ohne Rücksprache mit dem Fahrzeugbauer ein Fahrzeug bestellt, das gar nicht für den gewünschten Kran geeignet ist. Wir haben die Spezialisten gefragt, an was genau vor einer Investition unbedingt gedacht werden muss.


Häufige Fehler

Angesichts der enormen Modellvielfalt ist es besonders wichtig, bei der Suche nach dem richtigen Ladekran einen Experten zu Rate zu ziehen. Das gilt um so mehr, weil ja auch Fahrzeug und Kran zusammenpassen müssen. Vielfach wird immer noch das Fahrzeug gekauft, nach der Auslieferung zum Fahrzeugbauer gebracht, um einen Ladekran zu montieren. „Dabei offenbaren sich nicht selten Fehler, die beim Bestellen des Fahrzeuges gemacht wurden“, weiß Ladekranprofi Wolfgang Feldmann, Geschäftsführer von Fassi Deutschland. Das größte Fehlerpotenzial gibt es nach seiner Erfahrung bei Kunden, die nur gelegentlich mit Ladekranen zu tun haben. „Die Profis, wie etwa die Baustoff-Logistiker, für die der Kran ein selbstverständlicher Bestandteil des Fuhrparks ist, kennen ihr Geschäft und wissen genau, was sie an Fahrzeug- und Krantechnik benötigen. Bei den weniger Kranerfahrenen ist das leider nicht immer der Fall“, so Feldmann. Gerade hier beobachtet er häufig, dass das Fahrzeug nicht zum gewünschten Kran passt. Feldmann: „Falsche Radstände, zu geringe Achslasten; die Möglichkeiten bei der Bestellung des Fahrzeuges etwas falsch zu machen sind vielfältig.“

Unterschätzte Eigengewichte

Auch die Eigengewichte der Krane werden nach seinen Erfahrungen gerne unterschätzt. „Dabei ist es oftmals gar nicht so, dass ein zu schwerer Kran bestellt wird, sondern ein zu leichtes Basisfahrzeug geordert wurde.“ So mancher Kunde, der einen 7,5-Tonner bestellt hat, wäre mit einem 12-Tonner deutlich besser bedient. Das kann auch Rüdiger Schröder von Schröder Fahrzeugtechnik aus Wiesmoor bestätigen: „Oftmals sind die Krane, die ein Kunde gerne hätte, zu groß für das Fahrzeug.“

Sicherer Stand

Dabei seien es gar nicht unbedingt die hohen Eigengewichte der Krane die Schwierigkeiten bereiten, sondern Standsicherheitsprobleme im späteren Betrieb. Gerade mit Blick auf die neue Maschinenrichtlinie müssten die Krane im Grenzbereich rigoros abgeregelt werden, was den Einsatz stark einschränke und somit nicht im Sinne des Erfinders sei. Sein Rat an Kunden, die sich nicht ganz sicher sind, auf was alles zu achten ist: „Bereits im Vorfeld der Fahrzeugbestellung den Fahrzeugbauer bitten, Fahrzeug und Kran genau durchzurechnen.“ Die Fallstricke, die hier lauern seien vielfältig. Schröder: „Bei einem falsch gewählten Radstand kann es passieren, das die Lastverteilung nicht mehr passt. So kann beim gestreckt abgelegten Kran noch alles in Ordnung sein, aber, wenn der Kran zusammengefaltet abgelegt wird, gibt es eine permanente Lastüberschreitung an der Hinterachse.“

Stimmige Lastverteilung

Aus diesem Grund sei es sehr wichtig, sich vor der Investition genau zu überlegen, wie der Kran eingesetzt werden soll. Traglast und Reichweite spielen dabei eine zentrale Rolle. Aber auch die Frage, wo der Kran am sinnvollsten montiert werden soll, muss geklärt werden. Die Antworten auf die Fragen erfordern sehr viel Sachverstand und den finden die Kunden in den Fahrzeugbaubetrieben. Für diese ist die Montage von Ladekranen in aller Regel Tagesgeschäft und entsprechend groß ist deren Erfahrungsschatz. Beratung sollten die Kunden bereits vor der Bestellung des Fahrzeuges nutzen. So lassen sich viele klassische Fehler vermeiden. Das beginnt bei den zul. GG, über die Auswahl der Radstände und geht bis hin zu eventuell benötigten höheren Achslasten.


FAZIT: Fehl-Investitionen sind leicht vermeidbar! Die Kernfrage vor jeder Investition in einen neuen Ladekran lautet: Wofür werden Fahrzeug und Kran eingesetzt? Wie schwer sind die möglichen Lasten und welche Reichweiten sind erforderlich? Sind die Anforderungen klar definiert, sollten Fahrzeug und Kran aufeinander abgestimmt werden. Wer sich dabei den Rat seines Fahrzeugbauers einholt, ist auf der sicheren Seite.


Quelle: Kran & Hebetechnik – Katalog 2011 (Auszug)
Wir bedanken uns bei Kran & Hebetechnik für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Auszugs.